Risikomanagement

Ökonomisches Risikomanagement

Seit Ende 2007 kann das Lukas-Krankenhaus in Bünde ein Ökonomisches Risikomanagement gemäß den Vorgaben des KonTraG nachweisen.

Die vom Vorstand festgelegte Risikostrategie bildet den Rahmen für sämtliche Aktivitäten im Geschäftsbereich. Sie umfasst sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Vorgaben und definiert diese als verbindliche Grundsätze für alle Mitarbeitenden des Hauses. Dadurch soll das Risikobewusstsein aller im Krankenhaus eingebundenen Mitarbeitenden geschärft werden. Diese festgelegte Risikostrategie bildet die Basis für die Organisation des Krankenhausgeschäftes sowie für ein systematisches Risikomanagement und Risikocontrolling im Sinne der Anforderung des § 91 Abs. 2 AktG.


Klinisches Risikomanagement

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Sie geschehen überall und zu jeder Zeit. In einem Krankenhaus sind Fehler häufig besonders tragisch. Um Fehler zu vermeiden, muss man sie erkennen. Deshalb wurde parallel zur erfolgreichen Einführung des Ökonomischen Risikomanagements ein Schwerpunkt auf den Ausbau des Klinischen Risiko- und Chancenmanagements im Lukas-Krankenhaus Bünde gelegt.

Bereits im November 2007 wurde ein Konzept zum Klinischen Risiko- und Chancenmanagement erstellt. Dabei konnte bestätigt werden, dass bereits zahlreiche Maßnahmen durchgeführt werden, um Fehler gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu zählen u.a.:

  • Interdisziplinäre Fallbesprechungen (Tumorboard)
  • Checklisten
  • Pflegestandards
  • Einarbeitungskonzepte
  • Pflegerische individuelle Risikoeinschätzung und Dokumentation
  • Beschwerdemanagement
  • Klinische Behandlungspfade
  • etc.

Die Ergebnisse der bereits vorhandenen Analysen werden dazu genutzt, die klinischen Prozesse weiter zu entwickeln und die Behandlungsqualität ständig zu verbessern.

Einen wesentlichen Teil des Klinischen Risiko- und Chancenmanagements stellt das Critical Incident Reporting System (CIRS) dar, welches seit März 2010 im Lukas-Krankenhaus in Bünde im Einsatz ist. Darunter versteht man das systembezogene Erfassen von kritischen Ereignissen bzw. Beinahefehlern mit dem Ziel der Aufarbeitung, Auswertung und prospektiven Vermeidung von Fehlern und Fehlerquellen. Seit Einführung dieses Systems konnten die klinischen Prozesse und Behandlungsabläufe weiter verbessert werden.