Vorsorge ist besser als Nachsicht

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Die Gefahren erkennen, bevor Sie entstehen – das ist nicht nur im Straßenverkehr der sicherste Weg, gesund durchs Leben zu kommen. Auch wenn es um die eigene Gesundheit geht, sollte man sich dieses Motto zu Herzen nehmen.

Und Vorsorgeuntersuchungen zielen genau auf diese vorausschauende Lebensweise ab. Sie konzentrieren sich auf Krankheiten, die gut zu behandeln sind, wenn sie früh erkannt werden. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen. Und letztere zählen heute schließlich immer noch zu den häufigsten Todesursachen. Dabei ist Krebs heilbar, wenn er früh erkannt wird, betont die Deutsche Krebshilfe. So seien die Fortschritte, die heute in der Bekämpfung von Krebs gemacht werden, hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die moderne Medizintechnik immer bessere Möglichkeiten für die Früherkennung bietet.

Ab welchem Alter stehen Vorsorgeuntersuchungen an?

Eigentlich sollte man sich ein Leben lang damit beschäftigen, welche Vorsorgeuntersuchungen wann nötig sind. Neben den empfohlenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen ab bestimmten Altersgrenzen sollte sich jeder frühzeitig informieren, welche genetischen Veranlagungen in der eigenen Familie auftauchen. Gab es schon Krebserkrankungen? Gehöre ich einer Risikogruppe an? Jeder sollte sich ganz individuell mit der Thematik beschäftigen und sich informieren, ob eine Vorsorgeuntersuchung vielleicht auch schon zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoll ist, sagen die Experten. Ein solches Risiko soll auch durch die sogenannten Gesundheits-Check-ups geklärt werden, die ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre empfohlen werden. Hier zielt die Untersuchung und Fragestellung des Arztes insbesondere auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Zuckerkrankheit ab. Einfache Untersuchungen wie die Messung von Blutdruck, Blutzucker und der Cholesterinwerte können schon Hinweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben. Und mehr als eine Urinuntersuchung braucht es auch nicht, um Hinweise auf eine mögliche Nierenkrankheit zu geben oder diese unwahrscheinlich zu machen.

Verdrängen kann zum Verhängnis werden

Aber obwohl gesetzlich wie auch privat Versicherte einen Anspruch auf diese Untersuchungen haben, nehmen leider immer noch viel zu wenig Menschen Früherkennungsuntersuchungen wahr. Die Angst vor der Diagnose ist oft zu groß. Aber leider birgt eine Verschleppung dieser Untersuchungen die noch viel größere Gefahr, eine Erkrankung möglicherweise nicht rechtzeitig zu erkennen. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass man sich als Gesunder nicht mit dieser Thematik beschäftigt. Und es ist ganz natürlich, dass man als gesunder Mensch zu oft denkt, schlimme Diagnosen passieren nur den anderen. Und doch ist es entscheidend, für sich selbst rechtzeitig Verantwortung zu übernehmen. Denn die beste Therapie ist erfolglos, wenn die Krankheit zu spät entdeckt wird. Im Frühstadium allerdings ist Krebs heilbar. Und sogar Vorstufen von Krebs können durch die moderne Technik bereits entdeckt werden, sodass es gar nicht zu einer Krebserkrankung kommen muss. Deshalb lautet die klare Aufforderung: »Gehen Sie zur Vorsorge.« Außerdem gibt es klare Regeln zu beachten und Verhaltensweisen, die jeder beherzigen kann, um das eigene Risiko zu reduzieren, an Krebs zu erkranken: nicht rauchen, Gewicht reduzieren, gesund ernähren und ausreichend bewegen. Damit das Leben auch so angenehm wie möglich bleibt, sollte man nicht warten, bis es zu spät ist.

 

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